Ausstellungen:
Transformation – Drei künstlerische Positionen im art room
Zeit hinterlässt Spuren – im Material, in Formen, in Bildern. Die Gruppenausstellung Transformation im art room produzentengalerie widmet sich künstlerischen Arbeiten, die zeitliche Veränderungsprozesse sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen Schichtung und Freilegung, Entstehung und Verfall sowie das Spannungsverhältnis zwischen Bewahren und Auflösen.
Konstantin Fürchtegott Kipfmüller nähert sich diesen Prozessen in einer malerischen, nahezu archäologischen Arbeitsweise. Durch das Übereinanderschichten von Farbe und das anschließende partielle Abtragen werden frühere Bildebenen wieder freigelegt. Die entstehenden Strukturen sind abstrakt, zugleich aber rasterhaft organisiert und verweisen auf Zeit als eingeschriebenen Faktor im Bild.
Saya Schulzen zeigt Gemälde und keramische Skulpturen, in denen mythisch aufgeladene Menschheits- und Naturbilder eine zentrale Rolle spielen. Ihre Arbeiten thematisieren zyklische Prozesse von Wachstum und Zerfall sowie das Ineinandergreifen menschlicher, tierischer und pflanzlicher Existenzformen. Besonders in den vegetativ anmutenden Skulpturen werden Entstehungs- und Verfallsprozesse plastisch erfahrbar.
Mit der fotografischen Installation Bei Tag und bei Nacht präsentiert Doris Bardong eine Arbeit, die auf der seriellen Dokumentation fragiler Konstellationen basiert. Gefundene Materialien werden in wechselnde Anordnungen gebracht und fotografisch festgehalten. Nicht das endgültige Objekt steht im Vordergrund, sondern der Prozess selbst – das Zusammenspiel von Ordnung, Zufall und Zeit.
Die Ausstellung Transformation ist Teil des Ausstellungskonzepts der art room produzentengalerie, die seit ihrer Eröffnung gezielt junge und aufstrebende künstlerische Talente fördert und ihnen einen professionellen Ausstellungsraum bietet.
Vernissage: Samstag, 28.03.2026, 19 Uhr
Ort: art room produzentengalerie, Eltviller Straße 6, 65197 Wiesbaden
Finissage: Kurze Nacht der Museen und Galerien, Samstag, 11.04.2026, 18–24 Uhr
Weitere Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Mit Förderung durch das Kulturamt Wiesbaden
KONSUMRAUSCH II
Künstlervereinigung GEDOK e.V. in der Kunsthalle ART AFFECT-Berschweiler
Vom 13.04.2026 bis 03.05.2026 Vernissage am 12.04.2026 um 14.00 Uhr
100 Jahre GEDOK Sichtbar.Verknüpf.Frei
Ich freue mich sehr Teil der GEDOK Ausstellung in München dabei zu sein mit Taschen meiner Skulpturenserie Bags.
Die Ausstellung findet im Zeitraum vom 17.April bis zum 11.Juni im DG Kunstraum Diskurs, Finkenstr.4 in München statt.
Vernissage am 16.April um 19.00 Uhr
Die GEDOK wurde 1926 von der Kunstförderin Ida Demel gegründet und zählt zu den ältesten Künstlervereinigungen in Europa.
work in progress

Mein bildhauerisches Arbeiten bezieht sich auf Prozesse der Formveränderung, Verdichtung und Spur. Mich interessiert, wie ein Volumen sichtbar wird – nicht als feste Gestalt, sondern als Reaktion: auf Druck, Berührung oder Spannung. In meiner neuen Arbeit Pulvinar tritt diese Frage in einen kulturellen Zusammenhang. Pulvinar ist ein bildhauerisches Projekt, das den Moment untersucht, in dem Form durch Druck, Spannung oder Berührung entsteht. Ausgangspunkt ist das Kissen – als Hülle, Abdruckträger, Kulturobjekt. Der Titel ist mehr als Begriff - das römische Pulvinar, ein kultisches Kissen ohne reale Überlieferung, steht für ein verlorenes Versprechen von Ruhe.
Das bildhauerische Projekt wird durch ein fotografisches Projekt erweitert:
Beide Werkgruppen reflektieren dieselbe Fragestellung aus unterschiedlicher
Perspektive: Wie verändert sich eine standardisierte Form – das Kissen als Quadrat –
unter realer Krafteinwirkung? Wie macht sich Volumen sichtbar? Und was bedeutet
es, wenn eine weiche Hülle eine Geschichte von Druck, Berührung und Struktur
erzählt?